Tanzgruppe Derevo begeistert in Dresden

Haifische im Dresdner Zwingerteich, tanzende Wasserlilien, ein Mississippi-Dampfer mit lärmenden Passagieren. Ein Mensch kämpft gegen ein Fabelwesen mit meterlangem und brennendem Schwanz.Das alles gehört zur wunderbaren Welt der russischen Tanztheater-Gruppe Derevo mit ihrem Chef Anton Adassinsky. Bei der Neuauflage ihrer Performance «Weiße Festung» am und im Teich des barocken Dresdner Zwingers zog das international preisgekrönte Ensemble die Zuschauer am späten Donnerstagabend in seinen Bann. Der «Tanz der Wasserlilien» im bauchtiefen Wasser war einem ihrer Lehrmeister gewidmet - dem Anfang Juni im Alter von 103 Jahren gestorbenen Butoh-Tänzer Kazuo Ohno.Die Wiesen am Zwinger waren von mehr als 400 Zuschauer dicht belegt. Adassinsky baute in die Aufführung auch junge Künstler. Read More..

36. Hamburger Ballett-Tage

Die 36. Hamburger Ballett-Tage vom 13. bis zum 27. Juni stehen in diesem Jahr im Zeichen des Einflusses fernöstlicher Kulturen. Den Anfang macht die Premiere «Fließende Welten» mit zwei Choreografien, die Ballett-Intendant John Neumeier für das Tokyo Ballet kreiert hat.«Seven Haiku of the Moon» mit Musik von Arvo Pärt und Johann Sebastian Bach und «Seasons - The Colors of Time», inspiriert von den vier Jahreszeiten. «Mein allererstes Erfolgsballett in Deutschland war 1966 in Stuttgart "Haiku", deshalb schließt sich hier für mich ein Kreis», sagte Neumeier am Freitag in Hamburg bei der Vorstellung des Programms.«Seven Haiku of the Moon» beschäftigt sich mit der Ausdruckskraft eines Haiku - ein kurzes Gedicht, das im 17. Jahrhundert in Japan aufkam. Alle im Ballett verwendeten. Read More..

Russischer Maler Glasunow feiert 80. Geburtstag

Der legendäre Moskauer Maler Ilja Glasunow hat sich an seinem 80. Geburtstag als patriotisches Vorbild für das neue Russland feiern lassen. Der wohl bekannteste zeitgenössische russische Maler stehe wie kaum ein anderer Künstler für «echte Liebe zur Geschichte und Kultur» seines Landes. Das schrieb Kremlchef Dmitri Medwedew in einem Glückwunschtelegramm. Im Westen wurde der am 10. Juni 1930 in Leningrad (St. Petersburg) Geborene als Dostojewski-Illustrator und Porträtkünstler bekannt. Sein Historienbild «Mysterium des 20. Jahrhunderts» war in den 1970er Jahren als «antisowjetische Karikatur» gebrandmarkt worden.Wegen seines nationalen und religiösen Pathos ist der bekennende Monarchist, dem eine staatliche Galerie in Moskau gewidmet ist, umstritten. Zwar sieht sich Glasunow. Read More..

Opern-Diva Anna Netrebko singt Pop

Die russische Opern-Diva Anna Netrebko steigt nun auch in die Popbranche ein. Mit dem russischen Superstar Filipp Kirkorow hat die 38-Jährige ein Duett aufgenommen. «Ich war neugierig und wollte etwas ausprobieren, das für mich und alle anderen völlig unerwartet ist», sagte die russische Sopranistin der Moskauer Zeitung «Iswestija». Das Lied wurde bereits aufgenommen, im Juni soll in St. Petersburg ein Video gedreht werden. Geplant sind auch Auftritte von Netrebko und dem gebürtigen Bulgaren Kirkorow, der als «Dieter Bohlen von Russland» gilt. Vorerst wird das Pop-Lied aber ein einmaliger Seitensprung Netrebkos bleiben. Ihr größter Wunsch sei die Rolle der Elsa in Richard Wagners Oper «Lohengrin», sagte sie.

Tausende Besucher bei Dresdner Musikfestspielen

Die Dresdner Musikfestspiele haben bei schönem Wetter zu Pfingsten ein Massenpublikum erreicht. Sonnenschein und milde Temperaturen machten die Brühlsche Terrasse in Dresden und den Schlosspark Pillnitz zur idealen Kulisse für Open-air-Konzerte. Zum traditionellen Programm «Dresden singt und musiziert» hatten sich am Samstagabend etwa 8000 Menschen unterhalb der Brühlschen Terrasse versammelt, um mehreren Chören und der Neuen Elbland Philharmonie zu lauschen. Am Sonntag lockte der Dresdner Kreuzchor viele Musikfreunde nach Pillnitz. Am Pfingstmontag dominierten dunkle Wolken, allerdings waren da keine Konzerte unter freiem Himmel geplant.Das Pfingstwochenende begann schon am Freitag verheißungsvoll. Die Aufführung von «Let's Dance. Der Feuervogel» traf voll den Nerv des Publikums.. Read More..

Gérard Depardieu soll Rasputin spielen

Mit dem französischen Filmstar Gérard Depardieu (61, «Cyrano von Bergerac») soll in Russland das Leben des legendären Zarenberaters und Wunderheilers Rasputin (1869-1916) verfilmt werden. «Von dieser Rolle träume ich schon lange. Wir planen einen Film, der die Zuschauer überraschen wird», sagte Depardieu der Moskauer Zeitung «Moskowski Komsomolez». Ein Teil der Dreharbeiten finde im kommenden Winter in St. Petersburg statt, wo Verwandte des Zaren Nikolaus II. den Wanderprediger ermorden ließen. Obwohl Grigori Rasputin auf zeitgenössischen Fotos schlank erscheine, plane er aber für den Film keine Diät, sagte der eher kräftig gebaute Depardieu. «Ich muss Rasputin ja nicht gleich magersüchtig verkörpern.»

Kremlchef gegen Petersburger Wolkenkratzer

Nach Kritik des UNESCO-Weltkulturerbe-Komitees hat Kremlchef Dmitri Medwedew den Bau eines 400 Meter hohen Wolkenkratzers in der russischen Stadt St. Petersburg gekippt. Die Arbeiten für die neue Konzernzentrale des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom im historischen Zentrum würden gestoppt, schrieb die Zeitung «Kommersant». Es solle nun eine neue Bauhöhe ausgelotet werden. Das Blatt berief sich auf einen Brief der Kremlverwaltung an die Baubehörden sowie die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko, die das bei Bürgern umstrittene Vorhaben genehmigt hatten. Medwedews Machtwort gilt als kulturpolitische Sensation.Der Kreml bestätigte das Schreiben. Es handele sich um eine «vollkommen gewöhnliche Praxis im Kompetenzbereich des Präsidenten», sagte Medwedews Sprecherin Natalia. Read More..

Neue britische Talente in der Saatchi Gallery

Die Londoner Saatchi Gallery widmet britischen Nachwuchskünstlern eine umfassende Schau. Unter dem Titel «Newspeak: British Art Now» sind Werke von rund 60 in Großbritannien lebenden und arbeitenden Künstlern zu sehen, die in der internationalen Kunstszene noch relativ unbekannt sind. Die Ausstellung soll an den Erfolg von «Sensation» anknüpfen, die Künstlern wie Damien Hirst und Tracey Emin in den 90er Jahren zum Durchbruch verhalf. Der erste Teil der Schau öffnet im Juni, der zweite Teil im Oktober. Eine kleine Auswahl an Kunstwerken war im Oktober 2009 schon in der Eremitage in St. Petersburg zu sehen. www.saatchi-gallery.co.uk