Schlingensief beim Hamburger Theaterfestival

Überregional viel diskutierte Produktionen aus dem deutschsprachigen Theater sind beim Hamburger Theaterfestival vom 26. September bis 31. Oktober zu Gast. «Im zweiten Festival-Jahr erlebt das Publikum Theaterproduktionen vom Burgtheater Wien, dem Deutschen Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Zürich und dem Berliner Ensemble», sagte Intendant Nikolaus Besch in Hamburg. Gezeigt werden Inszenierungen von Andreas Kriegenburg, Martin Kušej, Jürgen Gosch, Barbara Frey, Jan Bosse und Christoph Schlingensief. Auf der Bühne stehen Stars wie Barbara Sukowa, Sunnyi Melles, Ulrich Matthes und Joachim Meyerhoff.Die Münchner Kammerspiele zeigen «Der Prozess» von Franz Kafka (Regie: Andreas Kriegenburg). Vom Burgtheater Wien kommen «Der Weibsteufel» von Karl Schönherr. Read More..

Angelina Jolie als Kleopatra im Gespräch

Hollywood hat für die amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie (35) einen «königlichen» Stoff neu entwickelt. Wenn es nach dem Filmproduzenten Scott Rudin geht, soll sie in einer neuen Steven-Soderbergh-Produktion die ägyptische Pharaonin Kleopatra verkörpern. Das berichtet die «Daily Mail» im Internet. Auch an Jolies Lebensgefährten Brad Pitt (46) sei bereits gedacht worden. Er soll möglicherweise als römischer Feldherr Marc Anton besetzt werden. Ursprünglich seien Catherine-Zeta Jones (40) und Hugh Jackman (41) für die Rollen im Gespräch gewesen. Anfang der 1960er Jahre hatte Elizabeth Taylor (78) die Herrscherin gespielt. Bei den Dreharbeiten lernte sie ihren späteren Gatten Richard Burton kennen, der damals Kleopatras Geliebten Marc Anton spielte.

Barock-Oper «Montezuma» eröffnet Kampnagel-Saison

Mit der Barock-Oper «Montezuma» von Carl Heinrich Graun eröffnet die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel die Spielzeit 2010/2011. Das Stück über die Eroberung Mexikos inszeniert der mexikanische Regisseur Claudio Valdés Kuri. «Mit "Montezuma" liefert Kampnagel einen eigenen Beitrag zu den Bicentenario-Feiern 2010 in Lateinamerika», sagte Intendantin Amelie Deuflhard in Hamburg. Der argentinische Barock-Spezialist Gabriel Garrido dirigiert ein internationales Sänger- und Musikensemble aus Lateinamerika und Europa. Zuvor ist die Produktion beim Festival Theater der Welt und in Madrid zu sehen.«Wir werden weiter unser Konzept verfolgen, große Produktionen neben experimentellen Projekten zu präsentieren», sagte Deuflhard. Dabei werde das Programm nicht nach Sparten, sondern thematisch. Read More..

Kult-Regisseur Christoph Schlingensief erzählt von Europas Versagen gegenüber Afrika

Hamburg (dpa) ­ Wir können uns selber nicht helfen, wollen aber den Afrikanern helfen. «Wir müssen einfach wegbleiben», erkennt Christoph Schlingensief am Schluss seiner neuen Produktion «Via Intolleranza II». Die Szenencollage mit Akteuren aus Burkina Faso und Europa feierte nach der Brüsseler Uraufführung Mitte Mai Deutschland-Premiere bei den «1. Pfingst-Festspielen» am Sonntag in der Hamburger Kampnagelfabrik.Der krebskranke Regisseur zieht eine vorläufige Bilanz der Erfahrungen mit seinem zu Jahresbeginn gestarteten Operndorf-Projekt «Remdoogo» bei Ouagadougou in Burkina Faso. Selbstkritisch, auch wütend erzählt der geschwächte Performer und Regisseur von der eigenen Naivität. Vom Versagen der europäischen Kunst vor der Kraft der afrikanischen Kultur und Realität.Halbhohe. Read More..

Dustin Hoffman will Irwin Shaw-Roman verfilmen

Hollywoodstar Dustin Hoffman will zusammen mit dem britischen Ealing-Studio Irwin Shaws Roman «Nightwork» («Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf») auf die Leinwand bringen. Dem «Hollywood Reporter» zufolge wird der Oscar-Preisträger in der 35-Millionen-Dollar-Produktion eine Rolle übernehmen. Der 1975 veröffentlichte Roman dreht sich um einen Hotelwächter, der 100 000 Dollar neben einer toten Frau findet und sich mit dem Geld absetzt. Drehbuchautor William Davies, der zuletzt an der erfolgreichen Kinoadaption «Drachenzähmen leicht gemacht» mitwirkte, soll den Roman für die Leinwand umschreiben. Es ist nicht die erste Shaw-Vorlage, die verfilmt werden soll. 1958 traten Marlon Brando und Montgomery Clift in der Romanadaption «Die jungen Löwen» (The Young Lions) für Regisseur. Read More..

«Life, Above All» in Cannes stürmisch gefeiert

Im offiziellen Wettbewerb sind sie in diesem Jahr nicht vertreten, und doch haben die Deutschen bei dem Festival in Cannes genug Grund zum Feiern: Am Dienstag etwa bejubelte das Premieren-Publikum Oliver Schmitzs «Life, Above All» mit stürmischem Beifall und Tränen in der Augen.Der anrührende Film über eine Zwölfjährige in Südafrika ist eine deutsche Co-Produktion und läuft in der Nebenreihe «Un certain regard». Kulturstaatsminister Bernd Neumann lobte am Dienstag auch gleich die Erfolge der deutschen Filmwirtschaft, und am Abend zuvor hatte sich die Branche bei einer Strandparty selbst gefeiert.Oliver Schmitz («Paris Je T'Aime»), Sohn deutscher Einwanderer in Südafrika und inzwischen in Berlin lebend, erzählt die Geschichte der zwölfjährigen Chanda, die nach dem Tod ihrer. Read More..

Mammutspektakel bei den Wiener Festwochen

Über sieben Stunden Warhol, neun Stunden «Lipsynch» und zwölf Stunden Dostojewski: Theaterfans müssen bei den diesjährigen Wiener Festwochen Geduld mitbringen. Intendant Luc Bondy, der das fünfwöchige Kulturspektakel mittlerweile zum zehnten Mal leitet, versuchte kürzlich eine Erklärung für diese Renaissance der Mammut-Produktionen: Je kürzer ein Stück sei, umso mehr neigten die Leute dazu, jeden Moment mit der Lupe zu betrachten, meinte er. «Zu episch langen Geschichten hat der Zuschauer eine andere Einstellung: Er lehnt sich zurück, lässt sich darauf ein, überlegt nicht die ganze Zeit, wie dies oder jenes gemacht ist.»Schon vor dem offiziellen Start an diesem Freitag wurden in den vergangenen Tagen einige Premieren auf die Wiener Bühnen gebracht, darunter eine Adaption. Read More..

Dok.fest verleiht Preis für französischen Film

Die französische Produktion «Les Arrivants» ist mit dem internationalen Filmpreis des 25. Münchner Dokumentarfilmfestivals ausgezeichnet worden. Das Werk von Claudine Bories und Patrice Chagnard dokumentiert die Schicksale in einer Pariser Behörde, in der Auswanderer- und Flüchtlingsfamilie Asyl für Frankreich beantragen. «Mit viel Anteilnahme und Genauigkeit beobachtet der Film das dramatische Geschehen», begründete die Jury in einer Mitteilung ihre Entscheidung. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Am Mittwoch endet das Festival, das in diesem Jahr Afrika als Schwerpunkt hatte.Erstmals wurde auf dem Dok.fest auch ein Preis für Beiträge ausgelobt, die sich mit dem deutschsprachigen Raum beschäftigen. Die Jury entschied sich in dieser Kategorie für Boris Hars-Tschachotins. Read More..

Holm erhielt den Preis in der Kategorie «Beste Produktion»

Düsseldorf (ddp-nrw). Der zukünftige Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, Staffan Valdemar Holm, ist mit dem renommierten Reumert-Theaterpreis ausgezeichnet worden. Holm erhielt den Preis in der Kategorie «Beste Produktion» für seine Inszenierung des Stücks «Richard III» am Königlichen Theater Kopenhagen, wie das Düsseldorfer Schauspielhaus am Montag mitteilte. Die Produktion des Shakespeare-Dramas gewann zudem in der Kategorie «Bester Hauptdarsteller». Der Preis wird seit 1998 jährlich in 25 Kategorien in Kopenhagen vergeben. Benannt ist der Preis nach dem dänischen Schauspieler Poul Reumert (1883-1968). ddp

Civis Medienpreis verliehen

Der Civis Medienpreis geht in diesem Jahr an Produktionen der Sender Arte, Deutschlandradio Kultur France 2, RBB, RTL und ZDF sowie an die National Film School of Denmark. Die Auszeichnung wird für Programmleistungen vergeben, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern. Der Preis ist mit insgesamt 46 000 Euro dotiert.An dem europäischen Wettbewerb 2010 nahmen laut Mitteilung des WDR 616 Beiträge aus 23 Ländern teil. Schirmherren des Medienpreises, der am Donnerstagabend bei einer Gala im Auswärtigen Amt in Berlin verliehen wurde, waren Außenminister Guido Westerwelle und der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek.Den Europäischen Fernsehpreis (Information) erhielt der französische Autor Frédéric Castaignède für seine Arte-Dokumentation. Read More..