Wien entdeckt seinen Jugendstilkünstler Olbrich

Deutschland will die Bauten des Jugendstil-Künstlers Joseph Maria Olbrich (1867-1908) als Weltkulturerbe schützen lassen, aber in seiner Heimat Österreich ist er fast ein Unbekannter. Mit einer am Freitag eröffneten großen Retrospektive im Wiener Leopold Museum wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Schau kam auf Initiative der Mathildenhöhe in Darmstadt zustande. Dort war sie in veränderter Form bereits zu sehen.Olbrich wurde im schlesischen Troppau - dem heutigen Opava in Tschechien - geboren und studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er arbeitet im Büro des Jugendstil-Künstlers Otto Wagner und soll auch viele Entwürfe Wagners beeinflusst haben. Nach einigen Aufträgen in Österreich ging Olbrich aber nach Deutschland und gestaltete in Darmstadt die Künstlerkolonie. Read More..

Abenteuerliche Zeitreise ins römische Trier

Plötzlich werden die antiken Figuren auf den fast 2000 Jahre alten Grabdenkmälern lebendig: Sie plaudern beim Friseur über neuste römische Haartrends, diskutieren in der Schule über Nymphen oder beim Amphoren-Weingelage über Politik. Lateinische Buchstaben wirbeln durch die Luft, römische Wagen rasen vorbei. Eine abenteuerliche Zeitreise ins römische Trier, auf die die neue Multimedia-Schau «Im Reich der Schatten» Besucher des Rheinischen Landesmuseums Trier mitnimmt. Mit einem Inszenierungs-Mix aus Film, Musik und Hörspiel werden die Monumente der «Neumagener Gräberstraße» be- und umspielt - und geben einen bunten Eindruck in den antiken Alltag. Am 22. Juni feiert das Stück seine Deutschland-Premiere.«Dies ist ein einmaliges Projekt, mit dem sicher auch Museumsmuffel angelockt. Read More..

Afghanistans Schätze in der Bundeskunsthalle

Gold und Elfenbein, Glasflakons in Fischform - sie haben Bürgerkrieg, Bomben und Plünderungen überstanden. «Afghanistan. Gerettete Schätze. Die Sammlung des Nationalmuseums Kabul» heißt die Ausstellung, die die Bundeskunsthalle Bonn seit Donnerstag bis zum 3. Oktober zeigt.230 Objekte aus vier Ausgrabungsstätten Afghanistans werden den Besuchern präsentiert. In Deutschland sind sie erstmals und nur in Bonn zu sehen. Die Schau ist seit 2006 auf Tour und wurde weltweit zum ersten Mal in Paris gezeigt. Nach Museen in Turin und Amsterdam folgten Ausstellungen in Washington DC, San Francisco, Houston und Ottawa. Nun ist die Schau nach Europa zurückgekehrt. www.bundeskunsthalle.de

Große Realismus-Ausstellung in München

Eine große Ausstellung befasst sich in München mit dem Realismus und der präzisen Darstellung der Wirklichkeit. Die Schau der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung spannt dabei einen weiten Bogen vom Realismus des 19. Jahrhunderts über die neue Sachlichkeit, die Pop-Art und den Fotorealismus der 1960er Jahre bis zur Kunst der Gegenwart. Mehr als 180 Werke aus Malerei, Fotografie, Skulptur, Videokunst und Grafik von mehr als 120 Künstlern sind nach Angaben des Museums zu sehen, sie alle sind auf eine detailgenaue Auseinandersetzung mit der Realität gerichtet. Die Schau bleibt bis zum 5. September in München und soll anschließend leicht verändert in Rotterdam gezeigt werden. Zuvor war sie in Emden (Niedersachsen) zu sehen.Die Kunstwerke stammen von Klassikern wie Gustave Courbet, Edward. Read More..

Neo Rauchs Schüler stellen aus

«Es gibt hier Fabelhaftes zu sehen!», schwärmt der Maler Neo Rauch (50) über die Schau seiner Meisterschüler. Seit Sonntag ist die Ausstellung «Von Vorn» mit 80 Werken von 17 Rauch-Schülern auf dem Areal der Landesgartenschau in Aschersleben zu sehen.«Ich bin froh, dass meine augenblicklichen und ehemaligen Meisterschüler sich enthusiasmieren lassen haben, mir hierher zu folgen; in die kleine Stadt am Harz, mit der mich vieles verbindet», sagt Rauch am Samstag bei einer Vorbesichtigung. In der Kleinstadt in Sachsen-Anhalt wuchs Rauch, bekanntester Vertreter des Malereistils «Neue Leipziger Schule», bei seinen Großeltern auf. Seine Eltern waren kurz nach seiner Geburt ums Leben gekommen.Schüchtern stehen die jungen Künstler einen Tag vor der Eröffnung der Gemeinschafts-Präsentation. Read More..

Krieg und Frieden in Picassos Werk

Die Tate Liverpool zeigt die Sicht von Pablo Picasso auf Krieg und Frieden. Mehr als 150 Werke des spanischen Malers (1881-1973) befassen sich mit den thematischen Gegensätze in der Zeit nach 1944. Die Ausstellung will nach Museumsangaben seine Rolle als Friedensaktivist in den Vordergrund rücken. Zu sehen sind Bilder, Drucke, Skulpturen, Zeichnungen und Keramiken des Mitbegründers des Kubismus. Glanzstück der Ausstellung ist jedoch nicht das weltberühmte Wandbild «Guernica», sondern das Gemälde «Beinhaus». Die Schau ist bis zum 30. August geöffnet. dpaq.de/Y7X6S

Diskussionen um Nordkorea-Schau in Wien

Kaum war die Schau «Blumen für Kim Il Sung» im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK) eröffnet, sorgte sie bereits für Diskussionen. Die Ausstellung erlaubt erstmals einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische Kunst, die Architektur und die in Europa weitgehend unbekannte Kultur der Demokratischen Volksrepublik Korea: Im Vordergrund steht dabei die allseits präsente Verehrung des 1994 verstorbenen «Ewigen Präsidenten» Kim Il Sung und seines derzeit regierenden Sohnes Kim Jong Il. Dass die Exponate in der Schau von diesem Mittwoch an weitgehend unkommentiert gezeigt werden, stieß dabei in Österreich auf unterschiedliche Reaktionen.«Offenbar verlässt sich das Museum darauf, dass fragwürdige Dinge automatisch zum Gegenstand kritischer Betrachtungen werden, sobald sie in. Read More..

Neue britische Talente in der Saatchi Gallery

Die Londoner Saatchi Gallery widmet britischen Nachwuchskünstlern eine umfassende Schau. Unter dem Titel «Newspeak: British Art Now» sind Werke von rund 60 in Großbritannien lebenden und arbeitenden Künstlern zu sehen, die in der internationalen Kunstszene noch relativ unbekannt sind. Die Ausstellung soll an den Erfolg von «Sensation» anknüpfen, die Künstlern wie Damien Hirst und Tracey Emin in den 90er Jahren zum Durchbruch verhalf. Der erste Teil der Schau öffnet im Juni, der zweite Teil im Oktober. Eine kleine Auswahl an Kunstwerken war im Oktober 2009 schon in der Eremitage in St. Petersburg zu sehen. www.saatchi-gallery.co.uk

«Freie Hand» bei Architekturbiennale

Bei der 12. Architekturbiennale von Venedig will Kuratorin Kazuyo Sejima den Teilnehmern aus aller Welt völlig freie Hand lassen. Wie die japanische Architektin vom renommierten Büro Sanaa bei der Präsentation ihres Konzepts am Montag in Rom erklärte, ginge es darum, unter dem Motto «People meet in Architecture» (Menschen treffen sich in Architektur), Ausstellungsraum zu interpretieren. Auf diese Weise werde «jeder Teilnehmer Kurator seiner selbst und bereichere die Schau um eine Vielfalt von Perspektiven, anstatt eine einheitliche Orientierung zu verfolgen».Nach dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts voller radikaler Veränderungen wolle die 12. internationale Architekturschau vor allem über Architektur als Träger neuer Werte nachdenken, sagte Sejima. «Die Ausrichtung der Schau. Read More..