600 000 feiern 32. Christopher Street Day in Berlin

Schrille Parade als politisches Statement: Etwa 600 000 Menschen haben am Samstag in Berlin mit einem bunten Umzug den Christopher Street Day gefeiert. Unter dem Motto «Normal ist anders!» demonstrierten Schwule, Lesben und andere für mehr Toleranz gegenüber homo- und transsexuellen Lebensweisen. Für einen Eklat auf der CSD-Bühne sorgte Judith Butler, Philosophin und legendäre Geschlechter-Theoretikerin aus den USA. Sie lehnte einen Zivilcourage-Preis ab. Die Veranstaltung sei ihr zu kommerziell und oberflächlich. Sie könne die Auszeichnung deshalb nicht akzeptieren.Mehr als 50 Wagen waren auf den Straßen unterwegs. In schrägen Kostümen und bunten Verkleidungen wurde ausgelassen zu lauter Techno-Musik gefeiert. Getrübt wurde die Stimmung, als ein 43-Jähriger auf einem Paradewagen. Read More..

Lesben und Schwule feiern wieder

Berlins Lesbisch-Schwules Stadtfest wird volljährig. An diesem Wochenende geht es zum 18. Mal am Nollendorfplatz im Stadtteil Schöneberg über die Bühne. In der Woche drauf steigt der große hauptstädtische Christopher Street Day (CSD), dessen Parade (19.6.) diesmal am Brandenburger Tor und nicht wie in früheren Jahren an der Siegessäule endet. Danach folgen bald die anderen bundesweit bekannten Paraden, bei denen Party, aber auch Politik gemacht werden soll: Köln (4.7.), Frankfurt/Main, München (jeweils 17.7.) und Hamburg (7.8.). München und Hamburg feiern dieses Jahr beide das 30. Jubiläum ihres CSD.

Schwule Emanzipation am Ende?

Lesben und Schwule müssen sich nicht mehr verstecken. Nicht zuletzt zehn Jahre Homo-Ehe, offen schwule Popstars und Politiker, aber auch lesbische TV-Größen sorgen für Selbstbewusstsein.Die meisten Medien haben viel Verständnis. Außenminister Guido Westerwelle plauderte über sein Schwulsein sogar in der Jugendzeitschrift «Bravo». Die Insolvenz des schwulen TV- Senders Timm könnte man außerdem so auslegen, dass keine Extrawurst mehr nötig ist. Und das Web sorgt sowieso für unendliche Freiheit. Doch herrscht wirklich Friede, Freude, Eierkuchen?Die Begriffe «schwul» und «lesbisch» rufen in jedem etwas anderes hervor - das ist auch bei den Leuten so, die sich selbst vom eigenen Geschlecht erotisch angezogen fühlen. Viele Jüngere können mit den Kampfbegriffen aus den 70er Jahren. Read More..