Exzentriker Sebastian Horsley gestorben

Der exzentrische Londoner Schriftsteller und Künstler Sebastian Horsley ist tot. Er starb wahrscheinlich an einer Überdosis Heroin, teilte der Blumenbar Verlag in Berlin mit. Horsley wurde 47 Jahre alt. Der Exzentriker wurde durch provokante Kunstaktionen bekannt. Für eine Performance ließ er sich auf den Philippinen freiwillig ans Kreuz nageln und dabei filmen.Auf Deutsch erschienen seine Memoiren «Dandy in der Unterwelt». In seinen Werken schilderte Horsley seine Drogen- und Sexsucht, seine kaputte Familie und seinen Umgang mit Prostituierten. Erst vor wenigen Tagen wurde eine Theaterfassung von «Dandy in der Unterwelt» im Soho Theater in London uraufgeführt. Horsley wurde vermutlich von seiner Freundin am vergangenen Donnerstag (17. Juni) leblos in seiner Wohnung in Soho gefunden.

Club Soho House bekommt Ableger in Berlin

Früher war es ein Kaufhaus, dann in den Händen der Nazis, nach dem Krieg SED-Parteizentrale. Das imposante Eckhaus in der Berliner Torstraße Nummer 1 stand seit Mitte der 90er Jahre fast 15 Jahre leer. Ab 10. Mai soll sich dort die Kreativ-Szene tummeln. Dann öffnet der Club Soho House nach London, New York und Hollywood seinen ersten Ableger in Deutschland. Nach britischem Vorbild sind bestimmte Bereiche wie die Dachterrasse mit dem Pool nur für Mitglieder zugänglich. Elitär soll es in dem Club aber nicht zugehen. Hotel und Sauna sind für jedermann geöffnet. Als Hotelgast wird man Club-Mitglied auf Zeit. Die Mitgliedschaft kostet 75 Euro pro Monat für das Berliner Soho House, 100 Euro für alle Soho-Häuser weltweit.