«Carmen» als Musical in Hersfeld uraufgeführt

Man stelle sich vor: Es ist Weltpremiere - und das Publikum pfeift drauf. Applaus spendete es aber schon für die zweite der drei großen Premieren bei den 60. Bad Hersfelder Festspielen. Einige Zuschauer erhoben sich voller Begeisterung von den Sitzen, einige wenige warfen Blumen auf die Bühne. Doch die Akteure schauten nach der Uraufführung von «Carmen - Ein deutsches Musical» am späten Mittwochabend auf spärlich besetzte Reihen. Dabei hat das Stück das Potenzial zum Publikumsmagneten.«500 freie Plätze fand ich merkwürdig», sagte der Star des Abends. Anna Montanaro war enttäuscht darüber, dass es in der mehr als 1500 Zuschauer fassenden Stiftsruine «nicht wirklich voll» war. Das hätte die Festspielleitung eigentlich hinbekommen müssen. Angesichts der «vielen Probleme». Read More..

Abenteuerliche Zeitreise ins römische Trier

Plötzlich werden die antiken Figuren auf den fast 2000 Jahre alten Grabdenkmälern lebendig: Sie plaudern beim Friseur über neuste römische Haartrends, diskutieren in der Schule über Nymphen oder beim Amphoren-Weingelage über Politik. Lateinische Buchstaben wirbeln durch die Luft, römische Wagen rasen vorbei. Eine abenteuerliche Zeitreise ins römische Trier, auf die die neue Multimedia-Schau «Im Reich der Schatten» Besucher des Rheinischen Landesmuseums Trier mitnimmt. Mit einem Inszenierungs-Mix aus Film, Musik und Hörspiel werden die Monumente der «Neumagener Gräberstraße» be- und umspielt - und geben einen bunten Eindruck in den antiken Alltag. Am 22. Juni feiert das Stück seine Deutschland-Premiere.«Dies ist ein einmaliges Projekt, mit dem sicher auch Museumsmuffel angelockt. Read More..

Barock-Oper «Montezuma» eröffnet Kampnagel-Saison

Mit der Barock-Oper «Montezuma» von Carl Heinrich Graun eröffnet die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel die Spielzeit 2010/2011. Das Stück über die Eroberung Mexikos inszeniert der mexikanische Regisseur Claudio Valdés Kuri. «Mit "Montezuma" liefert Kampnagel einen eigenen Beitrag zu den Bicentenario-Feiern 2010 in Lateinamerika», sagte Intendantin Amelie Deuflhard in Hamburg. Der argentinische Barock-Spezialist Gabriel Garrido dirigiert ein internationales Sänger- und Musikensemble aus Lateinamerika und Europa. Zuvor ist die Produktion beim Festival Theater der Welt und in Madrid zu sehen.«Wir werden weiter unser Konzept verfolgen, große Produktionen neben experimentellen Projekten zu präsentieren», sagte Deuflhard. Dabei werde das Programm nicht nach Sparten, sondern thematisch. Read More..

3sat-Preis für Schauspieler von Münchner Kammerspielen

Annette Paulmann und Paul Herwig von den Münchner Kammerspielen sind am Samstagabend beim Berliner Theatertreffen mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Er ist mit insgesamt 10 000 Euro dotiert. Sie spielen die Hauptrollen in der Inszenierung «Kleiner Mann - was nun?». Regie bei der Bühnenfassung des Fallada-Romans führte Luk Perceval.In einem einstündigen «Preiskampf» mussten sich vier Theaterexperten darauf einigen, wer die Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung gewinnt. Die «Preisrichter» waren der Schauspieler Burghart Klaußner («Das weiße Band»), die Autorin Juli Zeh sowie die Kritiker Tobi Müller und Christopher Schmidt. Zur Wahl standen die Künstler der zehn Inszenierungen, die bis zum Pfingstmontag beim 47. Theatertreffen zu sehen waren.Paulmann. Read More..

Paraderolle für Chefzyniker Harald Schmidt

Deutschlands Chefzyniker hat seine Paraderolle gefunden: Entertainer Harald Schmidt spielt am Stuttgarter Theater den kränkelnden Geizhals «Volpone». Es ist eine Rolle, die ihm jede Menge Raum lässt, nach Herzenslust über das deutsche Gesundheitswesen und Rechtssystem herzuziehen.Dieser Volpone ist ein stinkreicher, aber von seinem Beruf gelangweilter Mann, der sich zu seiner Unterhaltung groteskes Theater vorspielen lässt. 750 Zuschauer quittierten die Premiere von «Volpone oder Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg» am Samstagabend mit langem Applaus. Die Vorstellungen im Juni sind bereits ausverkauft.Als so eine Art menschlicher Dagobert Duck spielt der 52-Jährige - im hellblauen Pyjama und zumeist im Krankenbett liegend - den Geschäftsmann, der nur eins lieber macht als Millionen. Read More..

Applaus für Debütstück «Sonst ist alles drinnen»

Minutenlangen Applaus bekommt das Debütstück «Sonst ist alles drinnen» der jungen Autorin Anne Lepper. Der Beifall der rund 120 Zuschauer im ausverkauften Neuen Haus der Münchner Kammerspiele kommt wie eine Befreiung daher und mag kaum aufhören.Dann gehen die Zuschauer fast betreten und sicher aber nachdenklich aus dem Saal. Denn das gerade Gesehene ist bedrückend. Lepper widmet sich in ihrem Stück gesellschaftlich brisanten Themen wie Inzest, blindem Neid, permanenter Unzufriedenheit und Hedonismus. In der Inszenierung werden die Themen nicht direkt ausgesprochen, sind aber stets präsent.    Schwere, vergilbt wirkende Spitzenvorhänge trennen das Publikum von der Bühne. Sie trennen auch die Hauptfigur des Stücks, die knapp 40-jährige Anne, von der Außenwelt. Seit dem Begräbnis. Read More..

Eminem ist ein guter Freund

US-Rapper T.I. (29) hält große Stücke auf seinen Freund und Kollegen Eminem (37). Als er im Gefängnis saß, habe Eminem alle zwei Wochen angerufen. «Er erinnerte mich daran, dass er auch schon harte Sachen in seinem Leben mitgemacht habe», sagte T.I. «MTVNews». «Er sagte zu mir: "Du schaffst das schon. Du bist einer von denen, die wir brauchen, du musst es schaffen". Das war unglaublich hilfreich», meinte T.I, der mit bürgerlichem Namen Clifford Joseph Harris, Jr. heißt. Er war wegen illegalen Waffenbesitzes zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden.

«Riesenbutzbach» führt von Wien nach Berlin

«Starke Stücke» nennt der Fernsehsender 3sat die drei Inszenierungen, die er vom Berliner Theatertreffen zeigt. An diesem Samstag (20.15 Uhr) trägt das Stück «Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie» das Prädikat. Christoph Marthaler und Anna Viebrock brachten das Szenario über die Wirtschaftskrise auf die Bühne - seine Uraufführung hatte das Werk bei den Wiener Festwochen, danach wurde es zum Theatertreffen nach Berlin geladen.Leicht wird es «Riesenbutzbach» nicht haben, denn die deutsche Fernsehwelt guckt zeitgleich nach Oslo und nach Budapest. In der norwegischen Hauptstadt läuft das Finale des Eurovision Song Contests. In Ungarn tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu einem der letzten Testspiele vor dem Beginn der Fußball- Weltmeisterschaft in Südafrika an.«Riesenbutzbach». Read More..

Theaterpreise für Paul Herwig und Annette Paulmann

Die Schauspieler Annette Paulmann und Paul Herwig sind zum Abschluss des Berliner Theatertreffens mit dem mit insgesamt 10 000 Euro dotierten 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Sie spielten die Hauptrollen in der Inszenierung «Kleiner Mann - was nun?» von den Münchner Kammerspielen. Regie bei der Bühnenfassung des Fallada-Romans führte Luk Perceval. Die Jury wählte die Preisträger unter den Künstlern der zehn Inszenierungen, die bei dem am Pfingstmontag zu Ende gegangenen 47. Theatertreffen zu sehen waren.Herwig erhielt außerdem den Alfred-Kerr-Darstellerpreis. Die Entscheidung über den Preisträger der mit 5000 Euro dotierten Auszeichnung fällte als alleiniger Juror der Schauspieler Bruno Ganz. Herwig und Paulmann spielen in Falladas Arbeitslosen-Drama das Paar Johannes und Lämmchen.. Read More..

47. Theatertreffen: Schwacher Jahrgang

Es ging um Arbeitslose, Säufer, Zwangsprostituierte und gewalttätige Männer, um illegale Einwanderer, geldgierige Manager und konsumgeile Wohlstandsbürger. Wie verändert die globalisierte Wirtschaftskrise das Leben der Menschen - an diesem Thema arbeiteten sich fast alle Inszenierungen des am Pfingstmontag zu Ende gegangenen Berliner Theatertreffens ab. Doch egal ob die Sicht auf Opfer oder Täter geboten wurde. Nur in wenigen Momenten erreichten die Stücke sowohl Hirn als auch Herz der Zuschauer.Das 47. Theatertreffen zeigte erstmals in der Geschichte des Festivals fast ausschließlich zeitgenössische Stücke. Dramatiker wie Elfriede Jelinek, Christoph Marthaler, Dea Loher, Roland Schimmelpfennig und Dennis Kelly brachten das ganze Elend unserer Zeit auf die Bühne: Existenzängste. Read More..