Schlingensief gegen «Nazi-Nummer» in Venedig

Der Regisseur Christoph Schlingensief will sich nicht ausdrücklich mit der NS-Architektur des deutschen Pavillons bei der Kunst-Biennale in Venedig auseinandersetzen. Der Künstler soll den Pavillon bei der nächsten Biennale 2011 gestalten.«Ich muss alle enttäuschen, die schon in Bayreuth enttäuscht waren. Ich werde keine Nazi-Nummer geben! Warum auch?» sagte der an Krebs erkrankte Schlingensief (49) in einem Gespräch mit dem Magazin «Focus». Schlingensief hatte in Bayreuth Richard Wagners «Parsifal» inszeniert. In Venedig hätten sich bereits so viele Künstler vor ihm von Haacke bis Genzken mit der Architektur auseinandergesetzt, «was soll ich da noch sagen?»Die Kritik des Künstlers Gerhard Richter an seiner Venedig-Berufung versteht Schlingensief nicht. Richter habe so etwas. Read More..

TV: Couscous mit Fisch

Nach einem Doppel-Krimi-Abend in der ARD mit dem «Tatort» und «Mankells Wallander», beides Wiederholungen, ist kurz vor Mitternacht am Sonntag Entspannung angesagt.Der 2007 gedrehte französische Film «Couscous mit Fisch» (Originaltitel: «La Graine et le Mulet») von dem aus Tunesien stammenden Regisseur Abdellatif Kechiche (49) ist eine Tragikomödie um einen 60-jährigen Hafenarbeiter, der davon träumt, ein eigenes Restaurant aufmachen zu können (Sendezeit: 23.55 Uhr).Beim Europäischen Filmpreis 2008 wurde die Komödie mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet. Der internationale Filmkritikerverband wollte damit «einen wahren Autoren» ehren. Die Auszeichnung zolle nicht nur all jenen Filmemachern Tribut, die aufgrund ihrer Herkunft häufig marginalisiert würden, sie ehre vor allem. Read More..

Maler Sigmar Polke gestorben

In Deutschlands Kunstszene gehörte Sigmar Polke seit jeher zu den «Geheimnisvollen»: Kaum jemand kannte den stillen Star, dessen Werk nahe der Pop-Art voller ästhetischer und technischer Kapriolen ist. Selbst für prominente Museums-Chefs und Kuratoren war der 1941 in Niederschlesien geborene Wahlkölner nur schwer erreichbar, Porträtfotos existieren kaum. Am Freitag starb Sigmar Polke, der mit seinem Lehrer Beuys, mit Richter, Baselitz und Immendorff, die Kunstlandschaft der jüngeren Zeit geprägt hat. Er wurde 69 Jahre alt. Trotz dieser großen Namen «war Polke vielleicht die wichtigste Figur der deutschen Nachkriegskunst», sagte Kasper König, Direktor des Kölner Museums Ludwig, am Freitag.Vor vier Jahrzehnten kreierte Polke gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Konrad Fischer. Read More..

Naomi Campbell will in Venedig heiraten

Starmodel Naomi Campbell will italienischen Medienberichten zufolge in Venedig heiraten. Die Britin plane, den russischen Magnaten Wladislaw Doronin in der Lagunenstadt zu ehelichen, hieß es am Donnerstag. Für die Zeremonie habe sich die 40- Jährige bereits die Kirche San Giorgio ausgesucht. Außerdem sei sie bereit, zum russisch-orthodoxen Glauben ihres künftigen Gatten überzutreten.In einem russischen Boulevardblatt habe es bereits geheißen, Doronin könne ihr eine exklusive Villa zum Hochzeitsgeschenk machen. Ein Datum für die Hochzeit wurde nicht genannt. Die Flitterwochen wolle das Paar in jedem Fall im norditalienischen Vicenza verbringen. Sie kennt die Gegend von ihrem früheren Verlobten Matteo Marzotto.

Donna Leon: «Schöner Schein» – Brunettis 18. Fall

Franca Marinello ist eine ungewöhnliche Erscheinung. Commissario Brunetti ist vom ersten Moment an fasziniert von ihr. Natürlich nicht wegen ihrer maskenhaften Gesichtszüge. Dass aber diese seltsame Frau, die er auf einer Abendgesellschaft seiner Schwiegereltern kennengelernt hat, Cicero zitiert und in Ovidschen Rätseln zu ihm spricht, beschäftigt ihn mehr als ihm lieb ist. Natürlich hat diese Frau mit seinem 18. Fall zu tun, dendie amerikanische Autorin Donna Leon mit «Schöner Schein» betitelt. Denn Marinello bittet ihn um Hilfe.Vieles ist Schein in der Serenissima, aber schön ist er nicht immer. Selten ging die amerikanische Schriftstellerin, die seit fast 30 Jahren in Venedig lebt, so direkt das Thema Korruption, Mafia und Regierungskriminalität in Italien an wie in ihrem neuen. Read More..

Lateinamerika wichtiger Schwerpunkt beim Filmfest

«Mein Papa, der Drogenboss»: Filme aus Lateinamerika spielen beim Filmfest München (25. Juni bis 3. Juli) in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Einer der Höhepunkte ist Nicolás Entels Dokumentarfilm «Pecados de Mi Padre (Die Sünden meines Vaters)» über den größten Drogenhändler der Geschichte - den Chef des Medellin-Kartells Pablo Escobar und seinen Sohn. So viele Filme wie noch nie werden in der Lateinamerika-Reihe des Festivals gezeigt, wie die Verantwortlichen mitteilten. 18 Filme feiern ihre Deutschlandpremiere. «Das Kino in dieser Region boomt nicht nur, es explodiert förmlich», sagte Florian Borchmeyer vom Filmfest-Team.Offizieller Schwerpunkt des 28. Filmfestes ist allerdings Indien und die Arbeit der dortigen Filmemacher abseits der Bollywood-Produktionen. Die Retrospektive. Read More..

Dennis Hopper starb im Alter von 74 Jahren

Berlin (ddp). «Leichtigkeit» war lange Zeit für Dennis Hopper ein Fremdwort. Zwar schuf er 1969 mit «Easy Rider» einen Meilenstein der Filmgeschichte und Ikone des «New Hollywood». Eine Karriere vom Schlage seiner Weggefährten Francis Ford Coppola und Martin Scorsese blieb ihm aber verwehrt - dafür sorgte vor allem seine drogenbefeuerte Paranoia und Egomanie. Wie am Samstag bekannt wurde, starb der Schauspieler und Regisseur im Alter von 74 Jahren an Prostatakrebs in seinem Haus im kalifornischen Venice bei Los Angeles. Das Rebellentum wurde Hopper quasi in die Wiege gelegt, als er auf einer Farm in der berühmten Wild-West-Stadt Dodge City im US-Bundesstaat Kansas zur Welt kam. Mitte der 50er Jahre ergatterte er Nebenrollen in den Klassikern. Read More..

Iranische Opposition: Regisseur Panahi wird freigelassen

Der seit Monaten inhaftierte iranische Filmregisseur Jafar Panahi soll nach Angaben der Opposition freikommen. Er solle noch in der Nacht aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen werden, möglicherweise auf Kaution.So stand es am Sonntagabend auf Internetseiten der iranischen Opposition. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt; von offizieller Seite wurden die Berichte auch nicht bestätigt.Der 49-jährige Filmemacher gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Regisseure im Iran. Er war im März wegen der Planung eines regimekritischen Films verhaftet worden. Panahi hatte sich auch kritisch zur Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschads im Juni vergangenen Jahres geäußert.Vor einer Woche war Panahi in den Hungerstreik getreten. Er wollte damit eine Zusage der Behörden. Read More..

Iranischer Regisseur Panahi trifft Staatsanwalt

Der seit Monaten inhaftierte iranische Filmregisseur ist mit dem Teheraner Staatsanwalt zusammengetroffen. Staatsanwalt Abbas Dschafari-Dowlatabadi habe Panahi am Donnerstag besucht, hieß es nach Angaben der iranischen Justizbehörden.Der 49-jährige Filmemacher war in einen Hungerstreik getreten. Er hatte seiner Ehefrau Tahereh Saeidi in einem Telefonat von dem Hungerstreik erzählt. Er wollte damit eine Zusage der Behörden erreichen, dass seine Familie in Sicherheit sei. Zuvor hätten Wächter gedroht, auch Panahis Familienmitglieder zu inhaftieren. Dschafari-Dowlatabadi habe zugesagt, Nachforschungen einzuleiten, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA unter Berufung auf die Justiz.Panahi war im Februar als Ehrengast zur 60. Berlinale eingeladen, durfte aber nicht ausreisen. Er gilt als. Read More..

Kremlchef gegen Petersburger Wolkenkratzer

Nach Kritik des UNESCO-Weltkulturerbe-Komitees hat Kremlchef Dmitri Medwedew den Bau eines 400 Meter hohen Wolkenkratzers in der russischen Stadt St. Petersburg gekippt. Die Arbeiten für die neue Konzernzentrale des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom im historischen Zentrum würden gestoppt, schrieb die Zeitung «Kommersant». Es solle nun eine neue Bauhöhe ausgelotet werden. Das Blatt berief sich auf einen Brief der Kremlverwaltung an die Baubehörden sowie die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko, die das bei Bürgern umstrittene Vorhaben genehmigt hatten. Medwedews Machtwort gilt als kulturpolitische Sensation.Der Kreml bestätigte das Schreiben. Es handele sich um eine «vollkommen gewöhnliche Praxis im Kompetenzbereich des Präsidenten», sagte Medwedews Sprecherin Natalia. Read More..