Beim Festival Theaterformen rockt der Bär

Der Bär hat es nicht leicht mit den Menschen. Einerseits soll er dem archaischen Symbol der ungezähmten Bestie aus der Wildnis gleichen. Andererseits mag man ihn als plüschiges Kuscheltier und als Tanzbären. Es sind Gegensätze, die auch die Kunst aufgreift.In seiner Performance «You can speak, you are an animal» befasst sich der Schweizer Projektkünstler Massimo Furlan mit dem Gegensatz von Natur und Kultur. Die deutsche Erstaufführung wurde am Freitagabend zum Abschluss des Festivals Theaterformen in Braunschweig gezeigt.In exakt kalkulierten, perfekt inszenierten Bildern sorgt Furlan dafür, dass Gegensätze voller Poesie aufeinandertreffen und setzt sich dabei auch mit der Rolle des Künstlers auseinander. Zu sanften Berührungen kommt es da ebenso wie zu krassen Reibungspunkten.. Read More..

«Versailles»: Drama mit Guillaume Dépardieu

In einem Wald in der Nähe des Schlosses Versailles, wo einst Sonnenkönig Louis XIV. Hof hielt, lebt der junge Aussteiger Damien (Guillaume Dépardieu, «Die Anfänger») völlig zurückgezogen. Eines Tages begegnet ihm die obdachlose Nina (Judith Chemla, «Faut que ça danse») mit ihrem kleinen Sohn Enzo (Max Baisette de Malglaive). Nach einer gemeinsamen Nacht verschwindet Nina wieder, lässt ihr Kind aber zurück bei Damien. Der ist zunächst überfordert mit der Situation, nimmt sich aber dann doch des Kleinen an, und zwischen den Beiden entwickelt sich tiefe Zuneigung. Als der Winter immer näher rückt, erkennt Damien, dass das Kind nicht in der Wildnis überleben wird. Das bewegende und mit deutschen Untertiteln gezeigte Drama von Pierre Schoeller wurde mit dem französischen Filmpreis. Read More..